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Neues zur Profiszene

In der letzten Zeit gab es viele Beschwerden zum aktuellen Status der Wettkampfsaison. Wir sind ebenfalls der Meinung, dass wir mehr tun könnten. In diesem Blog wollen wir das Geschehene Revue passieren lassen, unsere Gedanken und Gründe schildern und das weitere Vorgehen ansprechen.

 

Frühjahr 2020

 

Sobald das ganze Ausmaß der Covid-19-Pandemie klar wurde, gaben wir den Aufschub von The International bekannt und begannen damit, Arenen für diverse Alternativtermine und in diversen Ländern weltweit zu reservieren. Wir recherchierten, wie wir The International in verschiedenen Verläufen der Pandemie ausrichten könnten, in der Hoffnung, das Turnier sobald wie möglich starten zu können. Da die Frühjahrsevents der Wettkampfsaison ausfallen mussten, nahmen wir Kontakt zu den Organisatoren auf, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Einige der Organisatoren äußerten dabei den Wunsch, unabhängige Events auszurichten, um die Zeit von März bis Ende des Sommers zu überbrücken.

 

Sommer 2020

 

Bis zur Mitte des Sommers verschärfte sich der Verlauf der Pandemie noch einmal deutlich und wir waren sehr besorgt, was das für die weiteren Events der Wettkampfsaison und The International bedeuten würde. Die globale Situation machte überregionale Turniere nahezu unmöglich und wir sahen weltweit diverse Vorfälle, in denen eigentlich qualifizierte Teams wegen plötzlicher Reisebeschränkungen und sonstiger Komplikationen ausgeschlossen werden mussten. Wir gingen bereits davon aus, dass Veranstaltungen mit Publikum wohl nicht möglich sein würden, wollten aber trotzdem sicherstellen, bei überregionalen Turnieren alle teilnehmenden Teams an einem Ort versammeln zu können. Für uns war das ein sehr wichtiger Aspekt der Vergabe von Wettkampfpunkten für The International. Wir waren uns auch sehr unsicher, wann The International selbst stattfinden könnte. Der dafür nötige lange Vorlauf und die sich immer schneller ausbreitende Infektion erschwerten die Abschätzung einer realistischen Zeitspanne zunehmend. Ein Loslösen der Dota-Wettkampfsaison vom ultimativen Ziel einer Teilnahme an The International fühlte sich falsch an. Dazu wäre es außerdem notwendig, dass Wettkampfpunkte nach bestimmten Kriterien auch wieder verfallen können – was an sich nichts Schlechtes ist, aber so ein System potenziell mitten in der Saison einzuführen hat einige Nachteile. Zudem hatten uns einige Organisatoren mitgeteilt, dass sie sich entweder Sorgen um die Qualität der Übertragung machten oder allgemein nicht bereit wären, Events während der Herbstsaison auszurichten. Obwohl weder überregionale Wettkämpfe noch die relative Nähe zu The International absolute Bedingungen sind, fanden wir doch, dass ein Pausieren der Wettkampfsaison sowohl ihrer Funktion im Bezug auf The International als auch der Gesamtqualität der Turniere gerechter werden würde. Also war uns Plan, die kommenden Monate für andere Ligen und Events offen und verfügbar zu halten. Unser Ansatz war schon immer, auch unabhängige Turniere zu tolerieren (obwohl sich unsere Prioritäten im Laufe der Jahre durchaus verschoben, weil Spieler und Fans sich einen geordneteren Vorlauf von The International wünschten). Unsere Hoffnung war, dass wir so die Beziehung der Wettkampfsaison zu The International aufrechterhalten und gleichzeitig unabhängigen Events Platz einräumen könnten, wobei Fans über den Herbst immer noch aufregende Spiele geboten werden würden.

 

Was kommt

 

Unmittelbar nach der Bekanntgabe, dass die Wettkampfsaison derzeit nicht wie geplant weiterlaufen würde, bekamen wir sehr viel negatives Feedback von Fans. Viele der genannten Punkte halten wir für berechtigte Kritik, besonders weil wir unsere Absichten und mögliche Zukunftsszenarien nicht klar kommuniziert hatten.

In der kommenden Saison werden mindestens vier unabhängige Events und Ligen in der EU/GUS-Region und drei in China stattfinden. Einige weitere befinden sich derzeit in der Planungsphase und stehen noch nicht fest. Allerdings wird es weltweit immer noch viele Teams, Kommentatoren, Organisatoren und Fans geben, die beim derzeit absehbaren Verlauf nicht voll auf ihre Kosten kommen werden. Wir übernehmen hierfür die Verantwortung, da wir nicht aktiv genug an einer Lösung gearbeitet und zu wenig Unterstützung geleistet haben.

Wir befinden uns derzeit in Kontakt mit diversen weiteren Turnierveranstaltern und möchten durch finanzielle und anderweitige Unterstützung das Angebot bis zum Jahresende erhöhen. Wir erwarten, dass diese Events im verbleibenden Verlauf der Saison nach und nach angekündigt werden, sobald sie die vorläufige Planungsphase verlassen.

Weiteres Feedback von Spielern und Fans war der Wunsch nach konkreteren Aussagen zu möglichen Daten für die Wiederaufnahme der Wettkampfsaison und The International. Derzeit gehen wir davon aus, dass die Wettkampfsaison im Januar oder Februar 2021 starten kann. Wir hoffen, dass bis zum Abschluss der ersten Ligaphase die weltweiten Reisebeschränkungen berechenbarer sind, sodass Majors und überregionale Turniere stattfinden können. Wir gehen außerdem davon aus, dass das wahrscheinlichste Szenario für The International der August 2021 in Stockholm sein wird. Weitere Länder sind als Ausweichlösung geplant, aber wir sind uns der Enttäuschung bewusst, die eine Verlegung ohne signifikanten Zeitgewinn zur Folge hätte.

 

DotaTV und Streams

 

Wir sind uns auch der Meinungen und Bedenken hinsichtlich der DotaTV-Übertragungsrechte bewusst. Dieses Thema haben wir bereits einmal offen diskutiert und nach dem Sammeln weiterer Daten hat sich unsere Meinung etwas geändert. Im Grundsatz glauben wir immer noch, dass es für Fans und die Szene insgesamt positiv ist, wenn Streamer aus der Community ein Turnier mit eigenem Kommentar begleiten. Wir glauben auch, dass diese Turniere über lange Sicht von der dadurch generierten zusätzlichen Reichweite profitieren. Allerdings ist es auch richtig, dass dieses Verhalten unmittelbar die Einnahmen der Organisatoren schmälert, weil es eine effektive Monetarisierung der Veranstaltung erschwert. Ab dem 15. September wird die Dota-Lizenz deshalb um folgendes ergänzt: Organisatoren von Dota-2-Turnieren können Streamern aus der Community zumutbare und einfach umzusetzende, nicht monetäre Auflagen machen, etwa die Darstellung der Sponsoren des Organisators in ihren Streams oder der Einbau einer leichten Verzögerung. Streamer können DotaTV-Übertragungen nur dann für ihre Streams verwenden, wenn sie diesen Bedingungen zustimmen. Wir glauben, das dies Streamern aus der Community mehr Sicherheit und Vertrauen gibt, Turnierspiele ohne großen Aufruhr kommentieren zu können, während gleichzeitig einige der Kerninteressen von Turnierveranstaltern gewahrt werden. Um möglichen kurzfristigen Problemen aus dem Weg zu gehen, empfehlen wir Kommentatoren mit geplantem eigenem Stream, sich rechtzeitig mit dem Veranstalter in Verbindung zu setzen und die Erfüllung der Auflagen sicherzustellen. Turnierveranstalter und relevante Parteien können sich bei Fragen gerne über [email protected] an uns wenden.